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Kult und Religion der Kupferzeit
Neben Begräbnisstätten hatten die kupferzeitlichen Gemeinschaften noch andere heilige Orte für kultische Praktiken.
An einigen dieser Plätze befanden sich senkrecht stehende Steinstatuen, die Menhire. Es liegt nahe, dass diese Statuen bedeutende männliche und weibliche Vorfahren oder mythische Persönlichkeiten darstellten, die von den Lebenden verehrt wurden.
Religiöse Riten wurden auch an Plätzen vollzogen, die wegen natürlicher Phänomene an eine besondere Nähe zum Jenseits denken ließen.
Den Felsklüften des Pigloner Kopfes (Italien) entströmt aus dem Erdinnern warme Luft, die im Winter wie Nebelschwaden aufsteigt.An dieser Stelle brachte man Brandopfer dar, die offensichtlich für die Gottheiten im Erdinnern bestimmt waren.
Tierknochen und Geräte aus Silex und Metall in verbranntem Zustand sind die Überreste dieser Kultpraktiken.
Kultisches Handeln äußerte sich auch im rituellen Deponieren von Prestigeobjekten, zum Beispiel Metallgegenständen, an besonderen Plätzen. Offensichtlich wurden sie den Gottheiten geweiht und in der Erde vergraben.


