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Sein Gesundheitszustand
Mit seinen ungefähr 45 Jahren gehörte der Mann aus dem Eis wohl zu den ältesten seiner Gemeinschaft. Dem entsprechend zeigt sein Körper eindeutige Degenerationserscheinungen. Seine Gelenke sind abgenutzt, seine Blutgefäße verkalkt.
Im Gegensatz dazu sind seine Zähne zwar abgenutzt, aber völlig kariesfrei.
Der Körper weist verschiedene Spuren von Verletzungen auf, die er sich zu Lebzeiten zugezogen hat. Auf der linken Seite des Brustkorbs findet sich ein gut verheilter Serienrippenbruch.
Zudem erlitt er zu Lebzeiten einen Nasenbeinbruch. Eine zystenartige Veränderung an der kleinen Zehe des linken Fußes kann auf Erfrierungen zurückgeführt werden.
Der Mann aus dem Eis litt unter Peitschenwürmern (Trichuris trichiura). Die Botaniker haben Eier dieses Parasiten im Darminhalt gefunden.
Die Spurenmetallanalysen der Haare ergaben einen deutlich geringeren Bleigehalt als bei modernen Menschen. Andererseits war der Arsengehalt deutlich höher. Wahrscheinlich hat der Mann gelegentlich der Verarbeitung von Erzen bzw. der Gewinnung von Kupfer beigewohnt.
Die Untersuchung des einen Fingernagels ergab, dass der Mann aus dem Eis an einer noch nicht bestimmten chronischen Krankheit litt. Drei so genannte Beau-Reil-Querfurchen zeigen Stresssituationen an, denen das Immunsystem ungefähr 8, 13 und 16 Wochen vor seinem Tod ausgesetzt war; die jüngste war auch die heftigste.


