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Ötzi20: Sonderausstellung 20 Jahre Wissenschaft, Medien und Kurioses rund um den Mann aus dem Eis in Bozen (1. März 2011 bis 13. Januar 2013)

Zum 20. Jahrestag der Auffindung von Ötzi widmet das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen dem Mann aus dem Eis vom 1. März 2011 bis 13. Januar 2013 die Sonderausstellung Ötzi20. Zur Ausstellungseröffnung stellt das Südtiroler Archäologiemuseum der Öffentlichkeit auch die neue Rekonstruktion von Ötzi vor. Wegen des großen Besuchererfolgs wurde die Ausstellung um ein ganzes Jahr bis 13. Januar 2013 verlängert.

Am 19. September 2011 wird der Mann aus dem Eis in seinem zweiten Leben 20 Jahre alt. Voller Staunen verfolgten die Menschen in aller Welt vor zwei Jahrzehnten die Bergung eines Mannes aus der Kupferzeit, der in einem Gletscher der Ötztaler Alpen 5300 Jahre unversehrt überdauert hat – Kleidung und Ausrüstung inklusive. Über seinen Tod hinaus hält Ötzi, der Mann aus dem Eis, die Menschen mit immer neuen Erkenntnissen über sein Leben und seinen Tod in Bann. Mehr als 3 Millionen Menschen haben Ötzi bisher im Museum besucht, zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ihn untersucht. Das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen widmet Ötzi deshalb die Sonderausstellung „Ötzi20 – Life. Science. Fiction. Reality“. Die Ausstellung dauert – verlängert - vom 01. März 2011 bis 13. Januar 2013.

Die Sonderausstellung beansprucht die gesamte Ausstellungsfläche des Museumsgebäudes von 1200 m² für sich: Vier Etagen stehen jeweils unter einem der Themen life, science, fiction und reality und umfassen die gesamte Bandbreite von Ötzis Entdeckung, seinen Lebensumständen, den Forschungsergebnissen, der Medienrealität sowie der Fiktionen und Fragen, die um Ötzi herum entstanden sind. Interaktive Stationen und der Einsatz von Filmen, Interviews, Hands-on garantieren eine spannende und unterhaltsame Wissensvermittlung.

Über den wissenschaftlichen Aspekt hinaus soll die Sonderausstellung erstmals Ötzi hinterfragen: Welches Bild ist von ihm entstanden? Welche Rolle spielten die Medien? Welche Phänomene haben sich um Ötzi entwickelt und zu welchen Auswüchsen hat das Ganze geführt? Mit den Antworten auf diese Fragen können sich die Besucherinnen und Besucher Stück für Stück dem Mann aus dem Eis nähern.
Während des gesamten Ötzi20-Jahres fließen außerdem laufend wissenschaftliche Entdeckungen und neue Diskussionsansätze in die Ausstellung ein. – Welche Geheimnisse werden neueste Untersuchungsmethoden dem Mann aus dem Eis noch entlocken? Ötzi20 ist nicht nur ein Rückblick, sondern vor allem auch eine Momentaufnahme mit Fragen an die Zukunft. Als Fenster in unsere archäologische Vergangenheit und soziale Sensation wird uns der Mann aus dem Eis noch lange beschäftigen.

Eine der am häufigsten gestellten Fragen auch heute noch ist: Wie sah Ötzi aus?
Zur Ausstellungseröffnung stellt das Südtiroler Archäologiemuseum der Öffentlichkeit die neue Rekonstruktion von Ötzi vor, die auf anatomische 3D-Aufnahmen des Schädels basiert. Im Auftrag des Museums haben die niederländischen Brüder Adrie und Alfons Kennis nach wissenschaftlichen Vorlagen eine neue naturalistische Rekonstruktion angefertigt. Mit aufmerksamem Blick begegnet Ötzi nun den Besucherinnen und Besuchern des Südtiroler Archäologiemuseums und prägt Bild und Vorstellung eines steinzeitlichen Alpenbewohners: Ötzi gibt  unserer Geschichte – im wahrsten Sinn des Wortes – ein Gesicht, berührt und fasziniert Menschen aus aller Welt.

Die deutsche Fotografin Heike Engel (21Lux) dokumentierte die Arbeit der beiden Kennis ein halbes Jahr lang und hielt im Auftrag des Südtiroler Archäologiemuseums den gesamten Rekonstruktionsprozess fest. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Zwillingen wird das handwerkliche Meisterwerk mit dieser Fotostrecke nahezu tastbar: Ihre Fotoserie gibt dem Betrachter das Gefühl, selbst im Atelier der Künstler anwesend zu sein.

Seit der Entdeckung des Mannes aus dem Eis haben sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler in den unterschiedlichsten Disziplinen und Techniken mit Ötzi auseinandergesetzt. Stellvertretend zeigt die britische Künstlerin Marilène Oliver in der Sonderausstellung eine Installation, die mit der Vielschichtigkeit der Mumie spielt. Mit „Iceman Frozen, Scanned and Plotted“ hat Oliver den CT-Scan des Leichnams aus dem Eis in Bildpunkte übersetzt, die sie in Acrylscheiben Schicht für Schicht gebohrt und anschließend zu einem Block zusammengefügt hat.
Die Südtiroler Fotokünstlerin Brigitte Niedermair ist europaweit auf die Suche nach dem „Bild von Ötzi“ gegangen, das sich Ausstellungsmacher von ihm schaffen. Ihre Tableaux Vivants, Fotografien im Großformat, halten zahlreiche Ötzi-Rekonstruktionen in verschiedensten Kontexten und Interpretationsfacetten fest.
Das Museion, Museum für Moderne und zeitgenössische Kunst Bozen, zeigt während der gesamten Sonderausstellung Hans Winklers Arbeit „Ötzis Flucht“ – ein archäologischer Krimi mit Ötzis (fiktiven) Spuren.

Durch das Jubiläumsjahr begleiten die Besucherinnen und Besucher zahlreiche Veranstaltungen und Events. Ötzi20 bedeutet in der Tat nicht nur Ausstellung: Neben der Reihe „17.31 Blick.Punkte“ mit den Hauptakteuren (Kuratoren, Planern, Wissenschaftlern, Technikern) sowie  Workshops zu verschiedenen Themen stehen auch diverse Initiativen für die Generation 60plus auf dem Programm. Außerdem öffnet das Museum Sprachinteressierten und zugezogenen Bürgerinnen und Bürgern seine Tore und bietet Führungen in Fremdsprachen an, wie Bosnisch-serbo-kroatisch, Urdu, Hindi, Russisch, Ukrainisch und Spanisch.
Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen und Events rund um die Sonderausstellung des Südtiroler Archäologiemuseums Ötzi20 finden Sie auf http://oetzi20.it.

Der offizielle Begleitband zur Sonderausstellung „Ötzi 2.0 – Eine Mumie zwischen Wissenschaft, Kult und Mythos“ ist im Buchhandel erschienen: in deutscher Sprache beim Theiss Verlag Stuttgart und in italienischer Sprache sowie in deutscher Sprache für Italien im Folio Verlag Wien/Bozen. Rezensionsexemplare können beim Verlag oder im Museum angefordert werden.

National Geographic Deutschland begleitet die facettenreiche Schau Ötzi20 als offizieller Medienpartner.
Die Sonderausstellung wird von der Stiftung Südtiroler Sparkasse finanziell unterstützt.

Besucherecho und Ausstellungsverlängerung: Die Rückmeldungen auf die Ausstellung im 2. Stock zeigen, dass die überwältigende Mehrheit der BesucherInnen von der Sonderausstellung Ötzi20 begeistert ist. Nach sechseinhalb Monaten Laufzeit konnte Museumsdirektorin Angelika Fleckinger am 13. Oktober die 200.000. Besucher in der Ausstellung begrüßen. Ein Ehepaar aus der Schweiz, das in Südtirol urlaubte, hatte das Glücksticket gelöst. Aufgrund des großen Erfolgs beim Publikum wurde die Sonderausstellung, die ursprünglich bis 15.1.2012 geöffnet sein sollte, um ein ganzes Jahr bis 13.1.2013 verlängert.

Fotos: Bildmaterial zur Sonderausstellung, zum Mann aus dem Eis sowie die Logos der Ausstellung können Medien für Pressezwecke kostenlos von der Webseite des Museums www.iceman.it/de/fotoarchiv herunterladen. Das Bildmaterial ist honorarfrei bei korrekter Nennung des Copyrights: © Südtiroler Archäologiemuseum/Name des Fotografen.

Informationen:
Katharina Hersel und Kunigunde Weissenegger
Pressebüro der Südtiroler Archäologiemuseums
Museumstr. 43
I-39100 Bozen
Tel.: +39-0471-320114 /-126
eMail: press@iceman.it
website: www.iceman.it
blog: www.oetzi20.it

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Pressetext_Oetzi20_de_11-11.pdf36.69 KB
PARCOURS_Oetzi20_de.doc700.5 KB
STATEMENTS_Oetzi20_de.doc707 KB
Begleitband_Oetzi2.0_Theiss_Verlag.pdf93.98 KB
Begleitband_Oetzi2.0_Folio_Verlag.pdf58.26 KB
FACT_SHEET_Oetzi20_de.doc724 KB